Kirchweih Hagenbüchach 2017

Kirchweihprogram vom 20. bis 24. Juli 2017

Kirchweihbetrieb: in der Kärwa-Scheiern, und in der Sportgaststätte „KochRaum“

Donnerstag,  20.07.
11:00 Uhr  Schlachtschüssel in der Sportgaststätte „KochRaum“
17:00 Uhr Unterhaltungsmusik in der  Sportgaststätte „KochRaum“mit „Roland-Country                      & more“

Freitag,      21.07.
17:30 Uhr  Kerwa Dschällendsch anschließend Festbetrieb mit offiziellem Bieranstich
– in der Kärwa-Scheiern durch Ersten Bürgermeister David Schneider
20:00 Uhr  Unterhaltungsmusik in der Kärwa-Scheiern mit „Die Dachse“

 Samstag,        22.07.
17:00 Uhr  Festbetrieb in der Kärwa-Scheiern
19:00 Uhr  Unterhaltungsmusik in der Kärwa-Scheiern mit „Frankenlandecho“                                               

Sonntag,        23.07.
10:00 Uhr  Kirchweih-Festgottesdienst in der St. Kilianskirche
11:00 Uhr Mittagstisch in der Sportgaststätte „KochRaum“ es gibt Schäufele und Braten.
13:00 Uhr  Traditioneller Kirchweihumzug der Ortsburschen
16:00 Uhr  Festbetrieb in der Kärwa-Scheiern
18.00 Uhr  Unterhaltungsmusik in der Kärwa-Scheiern mit den
„Erlachtaler Musikanten“

Montag,          24.07.
9:30 Uhr    Frühschoppen in der Sportgaststätte „KochRaum“ mit den Ortsburschen und                        Livemusik
17:00 Uhr  Festbetrieb in der Kärwa-Scheiern
19:00 Uhr  Betzentanz der Ortsburschen anschließend Kirchweihausklang in der Kärwa-                         Scheiern mit den„Seitz Bub‘n“
24:00 Uhr  Kirchweihbeerdigung am „Bucherlesbamm“

Im Namen der Gemeinde lade ich Sie herzlichst ein, unser Kirchweihfest zu besuchen.

David Schneider

Erster Bürgermeister

Förderbescheid zur Unterstützung des Breitbandausbaus

Die Gemeinde Hagenbüchach hat am 26. Juni 2017 einen Förderbescheid für die Erstellung einen „Masterplan“ zur Verlegung von Leerrohren für das schnelle Internet erhalten.

Im Rahmen der Breitbandstrategie der Bundesregierung wird angestrebt, eine flächendeckende Versorgung des Landes mit hochleistungsfähigen Breitbandanschlüssen und damit den schnellen Aufbau von Netzen der nächsten Generation – Next Generation Access (NGA)-Netzen – als wichtige Voraussetzung für wirtschaftliches Wachstum und steigenden Wohlstand zu gewährleisten.

Mit dieser Förderung kann ein Masterplan in Auftrag gegeben werden, in dem festgelegt ist, wie Kabelkanäle für einen weiteren Ausbau des Internets verlaufen sollen.

Wenn zu einem Zeitpunkt Aufgrabungen im Ort erfolgen können gleich die entsprechenden Leerrohre verlegen werden.

Der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, Norbert Barthle, hat am 26. Juni 2017 weitere 150 Förderbescheide für Mittel aus dem milliardenschweren Bundesprogramm für superschnelles Breitband überreicht. Kommunen und Landkreise mit unterversorgten Gebieten erhalten damit bis zu 50.000 Euro, um Ausbauprojekte für schnelles Internet zu planen und Antragsunterlagen für eine Bundesförderung dieser Projekte zu erstellen.
In einem zweiten Schritt vergibt das BMVI bis zu 15 Millionen Euro je Projekt, um die Umsetzung von Ausbauprojekten zu fördern.

In der Vergangenheit wurden im Gemeindegebiet bereits ein Förderverfahren über das Bayerisches Staatsministerium der Finanzen, für Landesentwicklung und Heimat durchgeführt.

Mit diesen Verfahren wurde im Erschließungsgebiet eine Versorgung von mindestens 30 Mbit/s bis 50 Mbit/s im Download geschaffen.

Im Bereich der in der Karte dargestellt ist (siehe Plan) hat die Telekom Eigenausbau angemeldet. Das bedeutet, dass hier kein Förderverfahren durchgeführt werden kann und die Gemeinde hier keine Mittel einsetzen muss.
Dieser Eigenausbau der Telekom in Form von Vectoring ist für 2018 angekündigt.

Zehn Jahre Verwaltungsgemeinschaft Hagenbüchach-Wilhelmsdorf

Zehn Jahre Verwaltungsgemeinschaft Hagenbüchach-Wilhelmsdorf
„Subsidiarität ist auch ein Prinzip der Ethik“
Dr. Günther Beckstein sprach über den „Bayerischen Weg“

Hagenbüchach/Wilhelmsdorf (pmw). „Die Verwaltungsstruktur muss sich nach den Menschen richten, nicht nach strengen Richtlinien“. Diese Kernbotschaft zog sich wie ein „roter Faden“ durch die Rede des früheren Ministerpräsidenten Dr. Günther Beckstein beim zehnjährigen Gründungsjubiläum der Verwaltungsgemeinschaft Hagenbüchach-Wilhelmsdorf im Landkreis Neustadt a.d. Aisch – Bad Windsheim. Angesichts gestiegener Anforderungen und Ansprüche müsse oberstes Ziel sein, „die Verwaltung so zu organisieren, wie es für die Bürgerinnen und Bürger am besten ist“.
Dass auch kleine Gemeinden und Verwaltungseinheiten effizient arbeiten können, zeige sich am Beispiel Hagenbüchach und Wilhelmsdorf in Mittelfranken. Hier werde „bester Bürgerservice“ geboten. Dass von jedem Rathaus aus jedwedes Verwaltungshandeln möglich ist, spreche für eine „clevere Organisation“, die zudem die Kosten in Grenzen halte.
Als nach dem Antrag des Marktes Emskirchen zum Austritt aus der nach ihm benannten Verwaltungsgemeinschaft mit den Gemeinden Hagenbüchach und Wilhelmsdorf die Entscheidung anstand, sei „sein Haus“ – Beckstein war damals Innenminister – eigentlich dagegen gewesen. Nach Abwägung aller Gesichtspunkte und intensiver Intervention des örtlichen Stimmkreisabgeordneten im Bayerischen Landtag, Hans Herold, habe der Landtag dann allerdings der Auflösung und damit der Gründung einer neuen und kleineren Verwaltungsgemeinschaft zugestimmt.
Subsidiarität auch ein Prinzip der Ethik
In den nächsten Jahrzehnten seien wohl keine größeren Gebietsreformen mehr zu erwarten. „Der Traum von billigen großen Verwaltungen ist ausgeträumt“, so Dr. Günther Beckstein. Der „Bayerische Weg“ böte „Entwicklungschancen für alle statt Festhalten an starren Strukturen, und er dient vor allem den Menschen“. Dabei habe auch das Ordnungsprinzip, wonach alles vor Ort erledigt werden soll, was dort auch erledigt werden kann, Vorrang vor jeder Zentralität. Beckstein: „Die Subsidiarität ist auch ein Prinzip der Ethik“.
Der Vorsitzende der Gemeinschaftsversammlung, Erster Bürgermeister David Schneider aus Hagenbüchach, erinnerte an die insbesondere von Werner Friedrich und Altbürgermeister Hans Wick im Jahr 2007 umgesetzte Neustrukturierung die Verwaltungsgemeinschaft. Mit lediglich sechs Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, davon vier in Teilzeit, könnten heute alle Aufgaben hervorragend bewältig werden, einschließlich einer ganzen Reihe freiwilliger Leistungen. „Darauf sind wir auch ein wenig stolz und den hochmotivierten und kompetenten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern dankbar für ihren Einsatz“.
Gute Zusammenarbeit in beiden Wachstumsgemeinden
Die gute Zusammenarbeit zwischen Verwaltung, Bürgermeistern und Gemeinderäten hätte dazu beigetragen, dass sich der vor zehn Jahren zu den kleinsten Verwaltungsgemeinschaften zählende Zusammenschluss so gut entwickelt hätte. Schneider: „Beide Gemeinden mit gemeinsam 2.900 Einwohnern zählen zu den wenigen Wachstumsgemeinden im Landkreis“.
Für Wilhelmsdorfs Ersten Bürgermeister Werner Friedrich sei die „alte Verwaltungsgemeinschaft mit Emskirchen ohnehin von deren Seite als reine Übergangslösung hin zu einer Einheitsgemeinde betrachtet worden“. Die Verwaltungseinheit mit deutlicher Majorisierung seitens Emskirchen sei „einfach nicht gelebt worden“, wie es auch Regierungsbeamte damals bestätigt hätten. „Wir passen halt nicht zusammen“ sei die Ansage auch aus Emskirchen gewesen.
Friedrich nannte den 10. August 2006 ein „historisches Datum“: An diesem Tag traf man sich im kleinen Kreis bei dem damaligen Innenminister Dr. Günther Beckstein in München. Dabei konnte dieser davon überzeugt werden, dass auch kleine Verwaltungseinheiten eine Zukunft haben können. Als „Geburtshelfer“ nannte er Landtagsabgeordneten Hans Herold, der die neue Verwaltungsgemeinschaft mit „großem Einsatz und seiner CSU-Mehrheit gegen die grundsätzlich für größere Strukturen plädierende SPD durchsetzen konnte“.
Bürgermeister Friedrich zeigte sich davon überzeugt, dass die Entscheidung für die kleinere Verwaltungsgemeinschaft richtig war. Trotz anfänglicher Skepsis arbeite diese seit zehn Jahren ausgesprochen erfolgreich. Die beiden Bürgermeister seien präsent, was auch geschäftsführenden Beamten spare. Friedrich: „Mehr Bürgernähe kann es nicht geben“ und die für alle kurzen Wege in die Rathäuser seien zudem ein wichtiger Identitätsfaktor.

Vorzeigeprojekt mit niedriger Schwelle zur Bürokratie
Landrat Helmut Weiß lobt die „Kundenfreundlichkeit“ und dankte allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Verwaltungen. Zu einem attraktiven Lebens- und Arbeitsumfeld gehöre auch eine „niedrige Schwelle zur Bürokratie“, welche besondere in kleineren Einheiten gegeben sei.
In seinem Grußwort hob Landtagsabgeordneter Hans Herold die Arbeit seines früheren Kollegen Dr. Günther Beckstein hervor, der auch als Innenminister „Enormes für Bayern, die Kommunen als tragende Säule des demokratischen Staatsaufbaus und die innere Sicherheit geleistet“ habe. Und dass in der inzwischen zehn Jahre bestehenden Verwaltungsgemeinschaft Hagenbüchach-Wilhelmsdorf „ein guter Geist“ herrsche, spüre er immer wieder. „Diese Verwaltungsgemeinschaft ist zu einem Vorzeigeprojekt geworden“.

Die Gebietsreform der Jahre 1971 bis 1980 war nicht unumstritten. Manche wollten nur noch „Metropolregionen“, für andere waren 40.000 Einwohner die untere Schmerzgrenze von Verwaltungseinheiten. In Bayern gab es heftige Diskussionen vor allem zwischen der Regierungspartei und den Sozialdemokraten, aber auch innerhalb der CSU. Vielleicht sind manchen als Beispiel noch die heftigen Auseinandersetzungen im unterfränkischen Ermershausen in Erinnerung.
Heute gibt es noch 71 Landkreise, vor der Reform waren es 143. Und aus fast 7.000 selbständigen Gemeinden wurden 2.056. Dass sich selbständige Gemeinden auch zu Verwaltungsgemeinschaften zusammenfinden konnten, daran hatte Dr. Günther Beckstein erheblichen Anteil. „Es galt“, so Beckstein, „gewachsene Strukturen zu belassen“. Und in Bayern hatte man vielerorts den Mut, einmal eingegangene Verbindungen auch wieder aufzulösen, wenn erkannt wurde, dass das Konstrukt „einfach nicht zusammenpasst“, wie das Beispiel der früheren Verwaltungsgemeinschaft Emskirchen mit den Gemeinden Hagenbüchach und Wilhelmsdorf zeigt. Aktuell gibt es in Bayern 311 Verwaltungsgemeinschaften mit 982 Mitgliedsgemeinden.
pmw

Fotos (pmw):

2017_10_Beckstein_Solo
1: Der ehemalige Bayerische Ministerpräsident Dr. Günther Beckstein plauderte „aus dem Nähkästchen der Gebietsreform“.

2017_10_Gruppe_1
2: v.l. MdL Hans Herold, Bürgermeister David Schneider, Dr. Günther Beckstein, Bürgermeister Werner Friedrich und Landrat Helmut Weiß.

2017_10_Percussion
3.: Das Percussion-Ensemble der Musikschule unter Leitung von Wolfgang Schniske (links) sorgte mit drei jungen Talenten für einen ungewöhnlichen „schlagkräftigen“ Akzent beim Jubiläum der Verwaltungsgemeinschaft Hagenbüchach-Wilhelmsdorf.