Archiv für den Monat: Februar 2015

Aktuelles aus dem Gemeinderat

Verkehrsberuhigung, Feuerwehr und Haushalt 2015 bestimmen die Februar-Sitzung

Ein umfangreiches Arbeitspaket hat sich der Gemeinderat für die Februar-Sitzung geschnürt. Dabei könnte eine Randnotiz die größten Auswirkungen auf Hagenbüchach haben – zumindest was das Ortsbild und die Kerwa betrifft.

Es war eine kurze, aber folgenschwere Information, über die der Bürgermeister berichtete. Die Buche in der Ortsmitte leidet unter Pilzbefall und soll in den nächsten Tagen begutachtet werden. Sofern die Standfestigkeit nicht mehr gesichert ist, müsste sie gefällt werden. Der altehrwürdige Baum prägt seit Jahrzehnten das Ortsbild und ist Mittelpunkt des Betzentanzes zur Kerwa.

Zuvor befasste sich der Rat aber erneut mit den Haushaltsverhandlungen. Zum einen wurde die Jahresrechnung 2014 festgestellt. Nachdem alle Buchungen durchgeführt und aufbereitet sind, kann der Rechnungsprüfungsausschuss nun den Vorjahreshaushalt prüfen. Dies betrifft auch die sogenannten über- und außerplanmäßigen Ausgaben, die der Gemeinderat aber grundsätzlich genehmigte.
Auch für den aktuellen Haushalt konnte der Gemeinderat die Beratungen abschließen. Allerdings waren in der Vorlage zwei Buchungsstellen vertauscht. Daher wurde der Kämmerer gebeten, die Haushaltsaufstellung noch einmal zu überprüfen. Bis dahin wurde der Beschluss über den Haushalt 2015 vertagt.

Die Gemeinde bleibt aber dennoch zahlungsfähig. Der Gemeinderat erhöhte den Kassenkredit auf 705.000 Euro. Bis zu dieser Summe darf die Gemeinde kurzfristig Kredite aufnehmen, um laufende Personalkosten begleichen und Rechnungen bezahlen zu können. „Es stehen aus dem vergangenen Jahr noch über 200.000 Euro an Fördergeldern aus, die zwar bewilligt, aber noch nicht bezahlt sind“, erklärte Bürgermeister Schneider die notwendige Erhöhung. „Wir müssen daher in Vorleistung gehen. Die Arbeiter, die beispielsweise den Anbau an den Kindergarten in kürzester Zeit gestemmt haben, wollen schließlich bezahlt werden.“

Am Tag vor der Sitzung fand die Verkehrsschau statt, bei der gemeinsam mit Landratsamt und Polizei Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung in der Hauptstraße und in der Emskirchener Straße besprochen wurden. Da es sich um Kreisstraßen mit Durchgangsverkehr handelt, sind die Möglichkeiten sehr begrenzt. Ein generelles Geschwindigkeitslimit auf 30 km/h ist beispielsweise nicht erst zulässig. Auch könnten einige der vorgeschlagenen Maßnahmen, wie Fahrbahnschwellen und Zebrastreifen, zu einer Verschlechterung der Verkehrssicherheit führen.
Gebaut wird aber eine Verkehrsinsel an der Ortsausfahrt in Richtung Pirkach. Dadurch soll der Verkehr auf der langgezogenen Strecke ausgebremst werden. Diese Maßnahme wurde vom Gemeinderat schon bei der Planung des Baugebiets Hausäcker auf den Weg gebracht. Der Landkreis kann sich auch von Emskirchen kommend eine entsprechende Insel vorstellen und hat die Maßnahme in die mittelfristige Planung mit aufgenommen.
Grünes Licht gibt es auch für einen Verkehrsspiegel am Teichweg, damit die Hauptstraße besser eingesehen werden kann. An der Gaststätte sollen zudem Fahrbahnmarkierungen Parkplätze kennzeichnen.

Bürgermeister Schneider berichtete zudem von einem Treffen mit dem Elternbeirat der Kindertagesstätte, bei dem sich auch die Eltern für eine Personalverstärkung ausgesprochen haben. Dadurch sollen nicht nur längere Öffnungszeiten, sondern auch eine noch bessere Kinderbetreuung erreicht werden – gerade, wenn eine der Erzieherinnen krank wird. Die Eltern zeigten sich grundsätzlich auch bereit, sich im Rahmen einer moderaten Gebührenerhöhung an den dann steigenden Personalkosten zu beteiligen. Bei den Öffnungszeiten sollte eine Verlängerung von bisher 15.30 Uhr auf 16.30 oder 17 Uhr angestrebt werden. Diese Bitten werden nun im Gemeinderat besprochen und sollen bis zum Beginn des nächsten Kindergartenjahrs im September umgesetzt werden. Einem anderen Anliegen konnte der Bürgermeister sofort nachkommen: die Eltern baten, den Garten neu anzulegen und dabei auch Heckenrosen zu entfernen. Dieses Projekt war bereits vorgesehen – jedoch sollen vorher die letzten noch notwendigen Bauarbeiten am Krippen-Anbau abgeschlossen werden.

Der Gemeinderat bestätigte Tobias Weiskirchen als zweiten Kommandanten der FFW Hagenbüchach, nachdem er von der Hauptversammlung der Feuerwehr gewählt wurde. Das Gremium zeigte sich zudem grundsätzlich einverstanden, dass für die Wehr ein neuer hydraulischer Rettungssatz mit Spreizer und Rettungsschere beschafft wird. Im Frühsommer findet in Hannover eine Messe statt, bei der entsprechende Geräte begutachtet werden sollen. Die Kosten werden sich auf rund 18.000 Euro belaufen.